Wenn es blitzt …

    … dann kann das für Hausbewohner böse enden – theoretisch zumindest. In der Praxis besitzen die meisten Häuser in Deutschland einen wirksamen Blitzschutz, der beim Neubau mitinstalliert wird. Die Fangeinrichtung für den Stromschlag aus der Luft erfüllt wichtige Aufgaben im Falle eines Blitzeinschlages.

    Die Aufgaben der Blitzschutzanlage

    Umgangssprachlich heißt der Blitzschutz am Haus Blitzableiter und in der Tat verändert das Einbauteil den Weg des Blitzes und leitet ihn so um, dass er keinen Schaden anrichten kann. Eine Blitzschutzanlage bietet dem Blitz einen Pfad, der am Gebäude vorbeiführt und den Blitz über den Potentialausgleich in die Erde ableitet. Dort verpufft die Energie, ohne ihr Unwesen zu treiben. Mit der Blitzschutzanlage sind zusätzlich auch etwaige Überspannungsschutzsteckdosen im Haus verbunden. Entsteht aufgrund von Blitzeinschlag oder aus anderen Gründen eine Überspannung, kann diese keinen Schaden an den elektrischen Geräten anrichten. Werden die beiden Blitzschutzkomponenten kombiniert verbaut, dann ist ein vollständiger Blitzschutz gegeben.

    Viele Komponenten arbeiten zusammen

    Eine Blitzschutzanlage besteht aus verschiedenen Elementen, die miteinander verbunden sind und zusammen bewirken, dass der Blitz schadlos in die Erde geleitet wird:

     

    • Die Fangleitung ist im Firstbereich des Daches montiert und führt zum Blitzableiter.
    • Der Blitzableiter ist der höchste Punkt des Hauses und dient als Angriffspunkt für den Blitz, der anschließend über die Ableitungen weitergeleitet wird.
    • Die Ableitungen führen den Blitzstrom zu den Regenrinnen und über die Fallrohre.
    • Die Trennstelle ist die Anschlussstelle, an der die Anschlussfahne den Blitzstrom in die Erde leitet.
    • Die Erdung besteht aus einer metallischen Leitung, die im Abstand von mindestens 1,0 m und in einer Tiefe von mindestens 0,5 m verlegt ist. Sind Gebäude unterkellert, ist ein sogenannter Fundamenterder eingearbeitet.

    Die einzelnen Bestandteile ergeben die gesamte Anlage. Die im Freien verlegten Bauteile der Anlage sowie die erdberührenden Elemente müssen aus korrosionsbeständigem Material bestehen, Blitzschutzleitungen bestehen aus rechteckigen oder runden Metallquerschnitten.

    Blitzschutz für Antennen

    Antennen auf Dächern bieten sich für den Blitzeinschlag förmlich an und müssen deshalb besonders geschützt sein, damit Blitze nicht über das Koax-Kabel ins Gebäude geleitet werden. Deshalb ist jede Dachantenne einzeln geerdet, so weit sie nicht an die Fangleitungen angeschlossen ist. Als weitere Sicherheitsmaßnahme empfiehlt sich ein Überspannungsschutz an beiden Enden des Kabels.

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